Montag, 29. Mai 2023

Der Akita Inu im Portrait



Der Akita Inu ist in seinem Heimatland ein Symbol für Treue und Loyalität. 1931 erklärte die japanische Regierung die Hunderasse zum Naturdenkmal Japans.

Fast jeder hat den Film „ Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft “ gesehen. Das machte diese Rasse fast über Nacht zu einem begehrten Begleiter.

Der Akita Inu ist ein ruhiger, selbstsicherer Hund, der gerne eigenständig handelt. Er ist nicht unterwürfig und hat seinen eigenen Kopf. Er verhält sich neutral bis gleichgültig gegenüber Fremden und greift nur an, wenn er seine Familie in Gefahr sieht. Akitas sind im Grunde nicht gefährlich, aber bei mangelnder Bewegung können Aggressionen auftreten. Obwohl Akitas gut mit Kindern umgehen können, solltest du ihn nicht mit ihnen alleine lassen. Der treue Hund baut in der Regel eine starke Bindung an seine Bezugsperson auf. Wenn du sein Vertrauen gewonnen hast, erhältst du einen Partner fürs Leben. In stressigen und hektischen Situationen verhält sich der erhabene und stolze Hund ruhig. Allerdings lässt sich seine ursprüngliche Wildheit nur schwer bändigen, sobald er eine mögliche Beute erblickt. Außerdem sind viele Rüden unverträglich mit anderen Hunden.

Merkmale: 

Herkunft: Japan

Fellfarbe: Weiß, Gestromt Sesam, Rotsandfarben

  • Größe: Hündin 57–64 cm, Rüde 64–71 cm 
  • Gewicht: Hündin 32–45 kg, Rüde 45–59 kg
  • Durchschnittliche Lebenserwartung: 10-12 Jahre
  • Fell: kurz oder lang und glatt, rauhaarig
  • Pflegeaufwand: mittel
  • Bewegungsbedarf: hoch

Charakter:
  • Treu, Aufgeschlossen, Intelligent, Gelassen, Loyal, Stur, Tapfer
  • bedingt gehorsam, Wachhund
  • gemütlicher Familienhund, Kinderfreundlich, Kein Anfängerhund
Der Akita Inu ist eine muskulöse Rasse mit einem majestätischen Aussehen. Das Fell des Hundes ist rau und hart, seine Unterwolle ist weich und dick. Wichtige Merkmale, „ Urachiro “  (weißliches Haar seitlich am Fang und an den Backen, an der Unterseite des Kiefers, des Halses, der Brust, des Körpers und der Rute sowie an der Innenseite der Beine) zu haben. Der Hund hat eine breite und charakteristische Stirn mit dreieckigen Stehohren, die ihm ein attraktives Aussehen verleihen. Braune Augen mit starken schwarzen Augenlidern. Von außen ist das Fell grob und hart. Die weiche Unterwolle schützt ihn vor kalten Klimabedingungen. 

Erziehung:

Der Akita erfordert eine anspruchsvolle Erziehung und ist keineswegs ein Anfängerhund. Der Hund ist nicht unterwürfig und folgt nur Anweisungen, die ihm Sinn machen. Der Hund liebt es, Entscheidungen alleine zu treffen, insbesondere wenn sein Besitzer unsicher ist. Diese Rasse lässt sich nicht mit Gewalt erziehen und reagiert mit Sturheit oder Aggression. Es ist wichtig, einen Welpen souverän und konsequent zu erziehen, aber gleichzeitig freundlich und liebvoll zu sein. Nur in diesem Moment wird der japanische Hund zu einem treuen Gefährten. Für ein harmonisches Zusammenleben ist eine frühzeitige und umfassende Sozialisierung mit anderen Hunden und Menschen unerläßlich.


Bewegung:

Die tägliche Bewegung ist für den eigensinnigen Akita unerlässlich, er nimmt jedoch nur teil, wenn es ihm wichtig ist. Es ist schwierig, den Hund davon zu überzeugen, sich zu bewegen, wenn er keine Lust hat. Er genießt es auch, in seinem Körbchen zu liegen und zu schlafen. Die Motivation des Hundes, Sport zu treiben, hängt hauptsächlich davon ab, ob er einen Sinn in der Übung sieht. Die Motivation des Halters, den Hund davon zu überzeugen, dass der Gehorsam für ihn gut ist, ist entscheidend. Der ernsthafte Akita lässt sich kaum für nutzlose Spiele oder sportliche Kunststücke begeistern.

Pflege und Krankheiten:

Akitas sind pflegeleicht, haben wenig Geruch und sind generell eher sauber. Das harte Deckhaar ist in der Regel selbstreinigend und benötigt keine besondere Pflege oder Wäsche. Der Hund verliert während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst einen Großteil seiner dicken Unterwolle. Zu diesem Zeitpunkt braucht er eure Hilfe, und ihr solltet ihn jeden Tag kräftig ausbürsten. Hunde, die aus einer professionellen Zucht stammen, sind nicht besonders anfällig für Krankheiten und können nicht selten ein Alter von mehr als zwölf Jahren erreichen. Trotzdem können einige Rassemitglieder an Erbkrankheiten leiden. Es handelt sich um Autoimmunerkrankungen, Erkrankungen des Haares und der Haut sowie Hüftdysplasie. Darum achte darauf das er als Welpe keine Treppensteigen muss und sein Körpergewicht konstant gehalten wird. Das hilft ihm auf jeden Fall gesund zu bleiben.


Fazit:

Wenn du einen hübschen Akita dein Eigen nennen möchtest, brauchst du wirklich Hundeerfahrung, ein selbstsicheres und trotzdem liebevolles Auftreten, damit du einen braven Hund an deiner Seite hast. Du musst dich eben auf seine Eigenheiten einstellen. Er will und braucht eine starke Führung und Menschen die Lust und Zeit haben sich ausgiebig mit ihm zu beschäftigen. Als Zweithund eignet er sich nur bedingt, da besonders die Rüden anderen Hunden gegenüber feindselig sein können.

Sucht euch am besten einen Züchter, der dem Akita Club e.V. zugehört. Für einen reinrassigen Welpen mit Papieren könnt ihr 1500 bis 2500 € einrechnen, aber auch m Tierheim findet ihr gelegentlich Vertreter der Rasse, die ein neues Zuhause suchen.

Ich wünsche euch viel Glück mit euren neuen Familienmitglied.



Bitte denkt immer daran, Tiere sind kein Wegwerfartikel!

„Wenn man sich für ein Tier entscheidet, heißt das bis zum letzten Atemzug und nicht bis zum nächsten Urlaub."


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