Dienstag, 12. September 2023

Das englische Vollblut im Portrait

 


Englische Vollblüter sind sehr anspruchsvolle Pferde. Der Körper ist von kräftigen Linien geprägt: eine lange, schräg verlaufende Schulter und eine gleichmäßige Kruppe. Tiefrumpfig- keit ist ein Merkmal der Vollblütler. Die Hinterhand bietet Ansatz für ausgeprägte Muskeln, wodurch Höchstgeschwindigkeiten erreicht werden können. Die Gelenke des Fundaments sind kräftig und trocken. Außerdem hat er einen edlen Kopf, der oft eine gerade Nasenlinie hat. 

Steckbrief

  • Herkunft: England
  • Farbe: Braune, Füchse, Schimmel, Rappen
  • Größe: ca. 150 – 170 cm Stockmaß
  • Charakteristik: Edelrasse
  • Charakter: Temperamentvoll und leistungsbereit.
  • Besonderheiten: Englische Vollblüter können bis zu 65 km/h schnell rennen.
  • Verwendung: Rennpferd, Sport- und Freizeitpferd
  • Eignung: Rennsport

Die Züchtung von Vollblütern ist auf maximale Leistungen getrimmt. Sie zeigen sich entsprechend leistungsbereit und leistungswillig. Sie sind temperamentvoll und sensibel. Vollblüter sind anfällig für Nervosität, aber es gibt auch sehr nervenstarke Pferde. Insgesamt benötigt ein vollblütiges Pferd einen geeigneten, erfahrenen und aufrichtigen Reiter. 

Galopper ist der andere Name für die englischen Vollblüter. Im Rennsport erreichen sie Spitzengeschwindigkeiten mit langen und kräftigen Galoppsprüngen. Insgesamt ist die Bewegung eher flach, jedoch sehr raumgreifend. Der Trab ist elastisch und federnd, und die Hinterhand ist aktiv und energisch. 



Trotz der Zucht als Rennpferde sind Vollblüter äußerst vielseitig begabt. Auch im Dressurviereck und Springparcours präsentieren sie sich gut und begeistern in der Vielseitigkeit. Es gibt auch englische Vollblüter auf Wander- und Distanzritten. Jedoch sind nicht alle Vollblüter für einen angenehmen Ausritt geeignet.

Vollblüter haben ein starkes Bewegungsbedürfnis und benötigen viel Bewegung. Unebene Böden und steile Bergwiesen sind nicht ihr Terrain. Sie brauchen Platz und ausreichend Fläche, um zu galoppieren. Obwohl er adlig ist, ist es auch möglich, einen Vollblüter im Offenstall zu halten, wenn er gut gefüttert wird und ausreichend geschützter Raum vorhanden ist. Das seidige Fell des Vollblüters ist auch im Winterfell nicht so dicht wie das robusterer Rassen.

Erziehung:

Die Erziehung eines englischen Vollblutpferdes erfordert Geduld und Konsequenz. Diese Pferde sind sehr sensibel und reagieren gut auf positive Verstärkung. Eine professionelle Ausbildung kann dabei helfen, ihr Potenzial voll auszuschöpfen und sie auf ihre jeweilige Disziplin vorzubereiten. Es ist wichtig, eine enge Bindung zu dem Pferd aufzubauen und eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen.

Haltung

Die Haltung eines englischen Vollblutpferdes erfordert ausreichend Platz und Bewegungsmöglichkeiten. Eine großzügige Koppel oder ein Paddock, in dem das Pferd sich frei bewegen kann, ist ideal. Ein gut belüfteter Stall mit ausreichend Einstreu und regelmäßigem Ausmisten ist ebenfalls wichtig. 

Eine sichere und komfortable Unterkunft ist für englische Vollblutpferde unerlässlich. Ein geräumiger Stall mit ausreichender Belüftung und guter Beleuchtung ist wichtig, um ein gesundes Umfeld zu schaffen. 

Englische Vollblutpferde sind soziale Tiere und profitieren von der Gesellschaft anderer Pferde. Wenn möglich, sollten sie in einer Herde gehalten werden, um natürliche Verhaltensweisen ausleben zu können. Soziale Interaktion fördert ihr Wohlbefinden und verhindert Langeweile oder Einsamkeit. 

Pflege:

Die Pflege eines englischen Vollblutpferdes erfordert Aufmerksamkeit und Hingabe. Regelmäßiges Bürsten des Fells, Hufpflege und Zahnkontrolle sind wichtig, um die Gesundheit des Pferdes zu gewährleisten. 

Eine regelmäßige tierärztliche Betreuung ist unerlässlich, um die Gesundheit und das Wohlbefinden von englischen Vollblutpferden zu gewährleisten. Impfungen, Entwurmungen und regelmäßige Kontrolluntersuchungen sollten gemäß den Empfehlungen des Tierarztes durchgeführt werden. 

Fütterung:

Die Fütterung eines englischen Vollblutpferdes sollte ausgewogen und an seine individuellen Bedürfnisse angepasst sein. Hochwertiges Heu, qualitativ hochwertiges Kraftfutter und ausreichend Wasser sind essentiell. Es ist ratsam, einen Tierarzt oder Ernährungsexperten zu konsultieren, um eine optimale Fütterungsstrategie zu entwickeln.

Fazit:

Die Haltung von englischen Vollblutpferden erfordert spezifische Kenntnisse und Sorgfalt. Durch ausreichende Bewegung, artgerechte Fütterung, eine stabile Unterkunft, soziale Interaktion und regelmäßige tierärztliche Betreuung kann man sicherstellen, dass diese wunderbaren Rennpferde ein gesundes und erfülltes Leben führen können.


Bitte denkt immer daran, Tiere sind kein Wegwerfartikel!

„Wenn man sich für ein Tier entscheidet, heißt das bis zum letzten Atemzug und nicht bis zum nächsten Urlaub.

Montag, 11. September 2023

Können Hunde Alzheimer bekommen? Leider Ja!

 


Zum Glück ist es mir in all den Jahren die ich meine Hunde hatte nie passiert, das eine/r meiner Hunde Anzeichen von Alzheimer/ Demenz gezeigt hat. Deshalb hat es mich auch verwundert das es das überhaupt gibt. Darum habe ich mich dazu entschlossen einen Artikel darüber zu veröffentlichen, denn vielen Menschen wird es wie mir gehen.
 
"Unwissenheit"

Fakten:

Hunde-Alzheimer ist eine recht verbreitete Erkrankung. Unterschiedliche Studien belegen, dass etwa 30 bis 60 Prozent der Hunde, die älter als sieben Jahre alt sind, Symptome für Demenz zeigen. Ob es sich um eine erblich bedingte Erkrankung handelt und die Rassenzugehörigkeit oder die Größe spielen keine Rolle – jeder Hund kann betroffen sein.

Zwar ist diese Erkrankung nicht heilbar, aber behandelbar, sodass der Krankheitsverlauf hinausgezögert werden kann.

Bei großen Hunderassen kann eine Demenz ab dem 5. Lebensjahr eintreten, bei kleinen Hunden eher ab dem 10. Lebensjahr. Zu den ersten Anzeichen können Trennungsangst, neu auftretende Ängste, erhöhte Reizbarkeit oder Aggression, Stereotyperer Altersstörungen, Nachtwandeln und Unsauberkeit gehören.

Was ist der Unterschied zwischen Alzheimer und dement?
 
Der Begriff „Demenz“ ist der Oberbegriff für eine Gruppe von ähnlichen altersbedingten Beschwerden, die mit einer funktionsgestörten, verminderten Wahrnehmung einhergehen. Die Alzheimer-Krankheit ist mit rund zwei Drittel aller Fälle die häufigste Form der Demenz. Das größte Alzheimer-Risiko ist das Alter.

Wie merke ich, ob mein Hund Alzheimer hat?
 
Veränderter Schlaf-Wach-Rhythmus: Die Tiere sind nachts wach, wollen ständig hinaus. Verlust der Stubenreinheit: Hunde machen in die Wohnung. Ängstlichkeit: Sie zittern, jaulen oder winseln. Veränderte Aktivität: Sie sind bis zur Erschöpfung in Bewegung (Drangwandern). Unbedingt zum Tierarzt gehen um das abklären zu lassen. Auch für Tiere gibt es Medikamente.

Was löst Demenzschübe aus?
 
Typisch für einen Verlauf der vaskulären Demenz sind die Schübe, die stufenweise eine Verschlechterung bewirken. Verantwortlich dafür sind kleine oder größere Hirninfarkte, die Teile des Gehirns zerstören.


Typische Symptome für Demenz bei Hunden

Ein Hund, der an Demenz leidet, wird sich im Alltag immer schlechter zurechtfinden. Das macht sich zwangsläufig mit einer Reihe von typischen Verhaltensauffälligkeiten bemerkbar, die je nach Krankheitsfortschritt mehr oder weniger stark ausgeprägt sein können.

Unter anderem können diese Symptome beim Hund ein Anzeichen für Demenz sein:

  • Zunehmende Desorientiertheit und scheinbar zielloses Herumlaufen
  • Unsauberkeit bis hin zu regelmäßiger Inkontinenz
  • Ausbleibende Reaktion bei direkter Ansprache
  • Vermehrte Reizbarkeit und allgemeine Stimmungsschwankungen
  • Anlasslose Ängstlichkeit oder Aggression
  • Nachlassendes Interesse an Spielen und am Geschehen in der Umgebung
  • Änderungen beim Schlafverhalten, wie beispielsweise nächtliche Unruhe
  • Verlernen von eigentlich bekannten Kommandos
Mit der Zeit kann die Demenz sogar so weit voranschreiten, dass Hunde ihren eigenen Besitzer nicht mehr erkennen und eigentlich geliebte Familienmitglieder des Öfteren aus dem Nichts heraus angeknurrt werden.

Wie beruhigt man einen dementen Hund?

Zu den am besten geeigneten Beruhigungstropfen gehört Baldrian, der für seine entspannenden und beruhigenden Eigenschaften bekannt ist und sich hervorragend für Stresssituationen, Angst und Reizbarkeit bei Hunden eignet. Kamillentropfen, die beruhigend und entspannend wirken, können ebenfalls nützlich sein.


Wie Sie Ihren an Demenz leidenden Hund unterstützen können

Obwohl es verschiedene Therapieansätze gibt, ist Demenz bei Hunden bislang nicht heilbar. Du musst daher damit rechnen, dass sich der Zustand deines Vierbeiners sehr wahrscheinlich immer weiter verschlechtern wird.
 
Nichtsdestotrotz gibt es einiges, was Du tun kannst, um deinen dementen Hund im Alltag so gut wie möglich zu unterstützen und den Fortschritt der Erkrankung zumindest bis zu einem gewissen Grad aufzuhalten.

Folgende Maßnahmen können bei Hunden mit Demenz im Rahmen der Therapie unterstützend helfen: 
  • Anpassung der Ernährung
  • Training für das Gehirn
  • Medikamentöse Behandlung

Ernährung für demente Hunde

Eine ausgewogene Fütterung trägt entscheidend zur Gesundheit deines Hundes bei. Im Hinblick auf ein mögliches Erkranken an Demenz spielen dabei insbesondere Antioxidantien wie die Vitamine C und E, B-Vitamine sowie Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren eine große Rolle.
 
Achte daher unbedingt darauf, dass dein Vierbeiner ein hochwertiges Hundefutter aus natürlichen Zutaten erhält. Zusätzlich kann gegebenenfalls eine bedarfsgerechte Nahrungsergänzung zur Optimierung der Mikronährstoffversorgung sinnvoll sein.

Training für Hunde mit Demenz

Neben der Ernährung ist auch die geistige Auslastung wichtig, um das Risiko für Demenz bei deinem Hund zu senken oder den Krankheitsverlauf zumindest zu verlangsamen. Regelmäßiges Training, abwechslungsreich gestaltete Spaziergänge sowie die Nutzung von Intelligenzspielzeug sollten daher im Idealfall von Anfang an einen festen Platz in deinem Alltag haben.
 
Denn all das sorgt nicht nur dafür, dass dein Vierbeiner ein spannendes und artgerechtes Leben hat. Es hilft darüber hinaus auch dabei, das Gehirn deines Hundes auf Trab zu halten und seine kognitiven Fähigkeiten zu verbessern.

 Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten

Es gibt verschiedene Medikamente, die bei der Behandlung von Hunden mit Demenz zum Einsatz kommen. Dazu gehören beispielsweise durchblutungsfördernde Präparate mit dem Wirkstoff Propentofyllin oder auch der zu den MAO-B-Hemmern zählende Wirkstoff Selegilin.



Hunde mit Demenz brauchen Aufmerksamkeit

Sei dir darüber im Klaren, dass eine bestehende Demenz nicht geheilt werden kann und das zunehmende Nachlassen seiner kognitiven Fähigkeiten deinen Hund mitunter stark verunsichern und ängstigen werden.
 
Es ist daher sehr wichtig, dass du deinem Vierbeiner genug Aufmerksamkeit schenkst und auf möglichst feste Tagesabläufe achtest. Auf diese Weise sorgst du für Sicherheit und das trägt dazu bei, dass sich dein Hund trotz allem wohl und geborgen fühlen kann.

Wann ist es Zeit den Hund zu erlösen:

Wenn dein Hund zum Beispiel seit Längerem nichts mehr frisst, niemanden mehr erkennt, ängstlich oder apathisch in seiner Ecke liegt oder sich überhaupt nicht mehr zurechtfindet, ist es womöglich an der Zeit, um den Hund gehen zu lassen.
Das ist traurig, aber man sollte hier nicht egoistisch handeln, Einen Tier kann man das Leid ersparen , einem Menschen dagegen nicht.
Nimm dir Zeit dich zu verabschieden, rufe einen Tierarzt an der zu dir nach Hause kommt und dann in seiner gewohnten Umgebung lasst ihn gehen. So hat dien Tier keinen zusätzlichen Stress. 

Ich wünsche Dir und auch deiner Familie viel Kraft, denn es wir kein einfacher Weg denn Du/Ihr zu gehen habt.

Eure Bina




Freitag, 8. September 2023

Der Tibet Terrier im Portrait


Das fröhliche, aufgeschlossene und sanfte Wesen eines Tibet Terriers und sein unwiderstehlicher Charme, sein lustiges, strubbeliges Gesicht und sein freundlicher Blick machen diesen Hund zu einem liebevollen Familienmitglied, das gerne an der täglichen Aktivität seiner Menschen teilhaben möchte.

Tibet Terrier sind intelligent, aufgeschlossen, schlau, lernwillig und schnell. Sie haben jedoch auch ihren eigenen Standpunkt, was gelegentlich als Sturheit interpretiert wird. Sie wollen ausreichend beschäftigt und geistig gefordert werden, anstatt lediglich mit Herrchen oder Frauchen auf dem Sofa zu kuscheln. 

Wenn der Tibet Terrier versteht, was ein Kommando oder eine Übung bedeutet, wird er entweder bereitwillig folgen oder nicht, also Stur. Nur liebevolle, aber beharrliche Überzeugungsarbeit hilft dabei, ihn umzustimmen.

Als besonders sensibler Hund ist er im wahrsten Sinne des Wortes ein „Gewohnheitstier“. Veränderungen mag er gar nicht, denn er ist fixiert auf feste Fütterungs- und Spaziergehzeiten.
Merkmale: 

Herkunft:  China (Tibet)

Fellfarbe: Schecke, Dreifarbig, Gold, Weiß, Schwarz, Grau, Brindle

  • Größe: Hündinnen 34-39 cm, Rüden 36-41 cm
  • Gewicht: Hündinnen 8–12 kg, Rüden 10-14 kg
  • Durchschnittliche Lebenserwartung:12-15 Jahre
  • Fell: üppiges, feines, langes, glatt - gewelltes Deckhaar und feiner und wolliger Unterwolle
  • Pflegeaufwand: tägliches Bürsten ist ein muss, da das Fell sonst verfilzt
  • Bewegungsbedarf: groß
  • Futterbedarf: je nach Bewegungsdrang

Charakter:
  • Intelligent, Lebhaft, Lernfreudig, Anhänglich, Sensibel, Verspielt, Kontaktfreudig, Freundlich, Liebenswürdig, Sanft, Temperamentvoll,
  • Therapie-, Hüte- und Familienhund
  • Sportarten:

    Agility für kleine Hunde, Dog-Dancing
  • Menschenbezogen, Kinderfreundlich, Wohnungshund, sozial zu seinen tierischen Mitbewohnern
  • braucht ausreichend Bewegung nur ein körperlich oder geistig geförderter Hund ist ein zufriedener Hund, ist nicht gerne allein
  • Anfängerhund, leicht erziehbar
Das zottelige Fell, die dunklen Augen und die pechschwarze Nase des Terriers erinnern an ein knuddeliges Stofftier. Es sind Hunde, die sehr freundlich, liebevoll und überhaupt nicht aggressiv sind. Durch den ausgeprägt starken Charakter wird vom Halter von Anfang an eine liebevolle, konsequente Erziehung verlangt, damit der kleine Tibeter ihm nicht auf der Nase herumtanzt. Auch wenn die Kommandos des Besitzers sicherlich diskutiert werden, bis der Tibet Terrier sie als gegeben akzeptiert, sollten die Grundkommandos sicher abrufbar sein. Mit viel Lob, Belohnung und Liebe kann man bei dieser Rasse die höchsten Erfolge erzielen. Im Gegensatz dazu können Druck und Zwang dazu führen, dass der Hund sich schlimmstenfalls vollständig verweigert.



Bewegung:

Ursprünglich war das kleine Kraftpaket aus Tibet ein Arbeitstier und möchte daher aktiv beschäftigt werden. Tibet Terrier sind dank ihrer großen Pfoten in schwierigem Gelände sicher. Tibet Terrier hat runde, flache und breiten Pfoten, die keiner anderen Hunderasse ähnlich sind. Im schwierigen, teilweise gefährlichen, steilen und schneebedeckten Gelände seines Heimatlandes Tibet gelang es dem schnellen Hund, die Viehherden zu schützen und über die Felsen zu flitzen, um Ausreißer zurück zur Herde zu treiben. 

Alleine sein ist nicht so sein Ding. Der Tibet Terrier bellt häufig und lang anhaltend, wenn er sich langweilt oder alleine bleiben muss. Also langsam an das Alleinsein gewöhnen und in kurzen Schritten. Eine gute körperliche Auslastung hilft dabei, dies für die Nachbarn erträglicher zu gestalten und somit den Hausfrieden zu erhalten.

Der Tibet Terrier genießt lange Spaziergänge, Fahrradtouren, Wanderungen im Gebirge oder am Strand sowie das Herumtollen mit Artgenossen oder Kindern. Jedoch möchte er auch intellektuell gefordert werden. Er begeistert sich für verschiedene Hundesportarten, wie Agility, Obedience oder Dog Dancing. Er findet einen Hindernisparcours spannend, da er gerne springt und sogar klettert. Tibet Terrier sind aufgrund ihrer freundlichen und sanften Natur auch ideal für therapeutische Zwecke geeignet, wie zum Beispiel als Besuchshunde in Altenheimen oder in der Psychotherapie.


Pflege:

Es ist wichtig, dass das lange und dichte Fell sorgfältig gepflegt wird, damit es nicht verfilzt. Welpen sollten bereits vom ersten Tag im neuen Zuhause an das tägliche Bürsten gewöhnt werden. Die Bürste sollte nicht zippen, besonders nicht an empfindlichen Stellen wie den Innenschenkeln oder am Schwanz, denn genau an diesen Stellen ist das Haar besonders weich und verfilzt deshalb schneller. Wenn das Fell verfilzt ist und man kann es nicht mehr ausbürsten, ist in der Regel nur noch der Gang zum Hundefrisör hilfreich. 

Ernährung:

Glücklicherweise haben Tibet Terrier normalerweise keine Futterunverträglichkeiten. Wie alle Hunde sind sie hauptsächlich Fleischfresser und benötigen daher ein erstklassiges, qualitativ hochwertiges Futter. Es spielt keine Rolle, ob das Futter nass oder trocken ist, solange die Zusammensetzung stimmt. 

Auch das sogenannte Barfen verträgt die Rasse, sofern eine ausgewogene Ernährung und eine gesunde Zusammensetzung des Futters gewährleistet sind. Natürlich muss bei der Berechnung der Ration der individuelle Gesundheitszustand, das Alter und die Aktivität jedes Hundes berücksichtigt werden. 

Viele Hunde mögen kein Wasser aus der Leitung und bevorzugen regenwassergefüllte Gießkannen oder andere Wasserquellen. Es ist wichtig, vorsichtig zu sein, wenn der Hund an stehenden Gewässern oder Pfützen trinkt, da sich vor allem im Sommer krankmachende Keime im Wasser vermehren können. 


Gesundheit:

Da der Tibet Terrier eine recht ursprüngliche Rasse ist, die nicht zum Modehund wurde, gibt es kaum rassetypische Krankheiten. Dennoch kommen auch bei dieser robusten Rasse Erkrankungen vor, die von anderen Hunderassen oder Mischlingen bekannt sind:

Die Zuchtvereine fordern von ihren Züchtern daher Kontrolluntersuchungen bei den potentiellen Elterntieren, um diese vererbbaren Krankheiten möglichst zu verhindern.


Fazit:

Wenn du so einen knuffigen und charakterstarken Hund in dein Leben lassen möchtest, wirst du bestimmt jede Menge Spaß und Abwechselung haben. Spaziergänge werden dich bei Wind und Wetter daran erinnern, wie schön das Leben sein kann, aber diese schwarzen Knopfaugen danken es Dir mit Kuscheleinheiten und ganz viel Liebe.

Ich wünsche Dir/Euch viel Freund mit dem neuen Familienmitglied.

Bitte denkt immer daran, Tiere sind kein Wegwerfartikel!

„Wenn man sich für ein Tier entscheidet, heißt das bis zum letzten Atemzug und nicht bis zum nächsten Urlaub.