Donnerstag, 8. Juni 2023

Welche Gefahren lauern für Tiere im Haushalt?

 


Alle Tierbesitzer lieben ihre tierischen Mitbewohner und wollen nur ihr Bestes. Doch können wir nicht überall unsere Augen haben. Mal kurz ans Telefon oder in die Küche, und schon macht sich dein Hund über deine Zigaretten her. „ Nikotinvergiftung„. Deine Katze findet Geschmack an deiner Yucca-Palme oder dein Nager versucht deine Stromkabel vom Gummi zu befreien? „Tödlich"

Jedoch sind nicht nur Dinge wie Kippfenster, Balkonbrüstungen, Hitzequellen, Süßigkeiten oder Kernobst gefährlich für Katzen, Hunde, Vögel oder kleine Nager wie Kaninchen oder Meerschweinchen.

Es ist vorteilhafter, vorzubeugen, um den Schaden von deinem Haustier abzuwenden. Potenzielle Risiken zu vermeiden, die der Gesundheit deines Tieres schaden könnten, sollten für dich immer vorrangig sein. 

Wenn du denkst, ich habe auf alles geachtet, dann kennst du dein Tier nicht, es gibt immer noch einen Weg mehr. 

Beispiel aus eigener Erfahrung:


Hund und Katze sind ein Team! 

Ich stellte eine Schale mit Rittersport-Minis in die Mitte des Esstisches. Soweit so gut. Der Hund kommt nicht ran. Da habe ich aber nicht mit unserem Kater Oskar gerechnet. Er sprang auf den Tisch und fütterte fröhlich, Stück für Stück unseren Hund, während ich in der Küche war. Es war erschreckend ruhig, sonst machten die beiden immer Blödsinn, also schaute ich nach und sah gerade noch wie er ein weiteres Stück natürlich mit Verpackung vom Tisch schob. „ Manchmal glaube ich, er wollte den Hund aus dem Weg schaffen. " Auf jeden Fall hatte der Hund 6 Stücken inklusive Verpackung „ zum auspacken war ja keine Zeit" in sich hineingeschoben.

Resultat, es ging ihm danach richtig schlecht. Tierarzt war angesagt und natürlich die damit verbundenen Kosten. Daraus habe ich gelernt, nichts, aber auch wirklich nichts was die Aufmerksamkeit erregen könnte rumliegen zulassen.

Tierkrankenversicherung

Obwohl es eine Möglichkeit gibt, deinem Haustier ein unerwünschtes Verhalten mit guter Erziehung abzugewöhnen, besteht immer noch ein Risiko. Da jedoch wie bei allen Dingen im Leben keine Gewährleistung besteht, ist es ratsam, dass Hunde/ Katzenbesitzer sich vor übermäßigen Kosten absichern. Es ist ratsam, im Falle eines unachtsamen Moments, der zu einem Unglück führt, zumindest finanziell abgesichert zu sein. Daher ist es wichtig, dass ein Tierbesitzer eine Tierkrankenversicherung rechtzeitig abschliesst, um seine Haustiere im Notfall zu schützen. Im Ernstfall können hohe Ausgaben für tierärztliche Untersuchungen durch die Versicherung vermieden werden, da diese durch die Versicherung bezahlt werden.

Gefahrenquellen

Wie schnell ist es passiert. In einem Moment liegt eure Katze noch auf dem Kratzbaum und im nächsten liegt sie in der Wäschetrommel eurer Waschmaschine. Kein Witz ist einem Bekannten von mir schon passiert. Zum Glück der Katze hat er nochmal die Trommel angehalten, um ein Wäschestück nachzulegen. Als er in das Bullauge sah, schaute ihm seine Katze an. Was ein Schreck. Beim Anhalten der Trommel fiel die bereits nasse Wäsche auf die Katze und drückte sie unter Wasser. Er war in Panik, weil die Trommel sich ja erste entsperren muss, es dauerte fast eine Ewigkeit bis er das Tier befreien konnte und nach Wiederbelebung zum Tierarzt brachte. Glück gehabt, sie hat es überlebt. Aber was wäre, wenn gewesen???

Daher alle Türen oder Mülleimerdeckel, Toilettendeckel, Schränke und Balkontüren schließen.

Geschirrspültabs, Waschmittel oder Kopfschmerztabletten: Medikamente und Chemikalien aller Art gut wegschließen.



Bitte denke daran, dass deine Fenster gekippt sind. Ein gekipptes Fenster hat einen magischen Einfluss auf Katzen in der Wohnung. In der Regel führt der Sprung jedoch nicht zur Freiheit, sondern zum tot! Die Tiere stecken fest. Falls sie das Kippfenstersyndrom überleben, besteht die Möglichkeit, dass die Hinterbeine bis zum Ende des Lebens gelämt sind. Daher ist es wichtig, Fenster niemals auf Kipp zu stellen, wenn die Katze sich im selben Raum befindet, so schnell kannst du nicht reagieren. Wenn du dennoch lüften möchtest, während die Katze im Raum ist, bringe eine Fenstersicherung an, wie das WinCat System.


Küche

Deine Katze schaut dir beim Kochen zu. Du rührst dein Essen um und nimmst den Topf vom Herd, da ist es schon passiert. deine Katze springt auf die noch heiße Herdplatte. Das kann vermieden werden, wenn die Tür zur Küche während des Kochens geschlossen ist oder du deine Katze während des Kochens in ein anderes Zimmer sperrst. Nach dem Kochen solltest Du einen Topf mit Wasser auf die heiße Herdplatte stellen. So kann deine Katze sich nicht mehr verbrennen.

Denn glaube mir, diese Schmerzensschrei willst du nicht hören.


Niedlich, oder?

Deine Katze spielt so süß mit dem Wollknäuel, du bist dabei und es sieht so süß aus, aber was ist wenn du nicht dabei bist. Egal ob Wolle oder Nähgarn, weg damit. Werden diese verschluckt, kann sich im Magen deines Tieres ein dickes Knäuel bilden, das hat dann einen Darmverschluss zur Folge, oder sie wickeln es sich um den Kopf und können sich nicht mehr befreien und ersticken.



Strom

Nicht nur Hase, Meerschweinchen und Co knabbern gerne am Kabel, auch Katzen und Hunde haben einen Fabel für die offen rumliegenden Stromkabel. Doch nach der Isolierung kommt leider schon der Stromschlag, und der kann totlich sein. Und den gilt es unbedingt zu vermeiden! Es gibt extra für Haustiere geeignete „ Pet Cords “, die sorgen für Sicherheit deines Haustieres. Steckdosen können mit Kindersicherungen bestückt werden und schon ist euer gemeinsames Zuhause schon wieder etwas sicherer.



Pflanzen

Unzählige Zimmerpflanzen sind für Tiere absolut giftig. Schaut also genau hin, wenn du Pflanzen hast oder neu kaufst. Hier ein paar der giftigen Exemplare:


A

Alpenveilchen (Zyklamen) Hund, Katze
Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Kreislaufstörungen, Atemlähmung

Aloe vera Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen
Durchfall

Amaryllis (Ritterstern) Hund, Katze, Stubenvögel
Durchfall, Erbrechen, Krämpfe, Hautreizungen

Anthurie Hund, Katze, Stubenvögel, Meerschweinchen, Kaninchen
Speicheln, Erbrechen, Bewegungsstörungen, Apathie, Nierenversagen bei Katzen

Aralie
Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen, Geflügel
Erbrechen, Durchfall

Avocado
Hund, Katze
Schädigung des Herzmuskels

Azalee
Hund, Katze, Chinchilla, Meerschweinchen
Gleichgewichtsstörungen, Herz-Kreislaufprobleme, Herzstillstand

B

Blaualgen
Hund
Zittern, Krämpfe, Durchfall, Leberschädigung
Blauer Eisenhut
Hund, Katze
Krämpfe, Erbrechen, Durchfall, Herzrhythmusstörungen, Lähmungen, Atemstillstand
Birkenfeige
Hund, Katze, Kaninchen, Stubenvögel
Erbrechen, Durchfall, bei Katzen Nierenversagen
Brunfelsie
Hund
Durchfall, Erbrechen, Krämpfe
Bogenhanf
Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen
Erbrechen, Durchfall
Buchsbaum
Hund, Katze
Erbrechen, Durchfall, Lähmungen, Blutdruckabfall
Buntwurz (Caladium)
Hund, Katze
Gleichgewichtsstörungen, Krämpfe, Atemstillstand

C

Calla
Hund, Katze
Gleichgewichtsstörungen, Krämpfe, Atemstillstand
Clivie
Hund, Katze
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Nierenversagen
Chili
Hund, Katze
Erbrechen, Durchfall
Christusdorn
Hund, Katze
Erbrechen, Durchfall
Chrysanthemen
Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen
Durchfall, Erbrechen, Hautreizungen, Gleichgewichtsstörungen

D

Dieffenbachia
Hund, Katze, Stubenvlögel, Meerschweinchen, Kaninchen
Erbrechen, Durchfall, Schleimhautreizung, bei Katzen Nierenversagen
Drachenbaum
Hund, Katze, Kaninchen, Stubenvögel
Erbrechen, Übelkeit, Durchfall

E
Efeu
Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen, Geflügel
Durchfall, Erbrechen, Hautreizungen, erhöhte Herzfrequenz
Efeutute
Hund, Katze, Stubenvögel, Kaninchen, Meerschweinchen
Schleimhautreizungen, Erbrechen, Durchfall, bei Katzen Nierenversagen
Eibe
Hund, Katze, Stubenvögel
Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Atemstillstand, Herzstillstand
Einblatt
Hund, Katze, Stubenvögel, Kaninchen, Meerschweinchen
Durchfall, Erbrechen, Reizung der Schleimhäute
Elefantenohr
Hund, Katze, Stubenvögel, Kaninchen, Meerschweinchen
Hautreizungen, Schleimhautreizungen, bei Katzen Nierenversagen
F

Fensterblatt (Monstera)
Hund, Katze, Kaninchen, Stubenvögel
Haut, Schleimhaut, bei Katzen auch Niere und Nerven
Flamingoblume
Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen, Vögel
Erbrechen, Durchfall, Speicheln
Flieder
Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen
Erbrechen, Durchfall, Kreislaufschwäche
Fliegenpilz und Pantherpilz
Hund, Katze
Speicheln, Krämpfe, Lähmungen, Bewusstseinsstörungen
Frühjahrslorchel
Hund
Erbrechen, Durchfall, Tachykardie, Blutungen, Fieber

G

Goldregen
Hund, Katze, Kaninchen
Erbrechen, Atemstillstand, Kreislaufversagen
Gummibaum
Hund, Katze, Kaninchen, Stubenvögel
Erbrechen, Durchfall, bei Katzen Nierenversagen
H
Hanf (Canabis)
Hund, Frettchen
Bewusstseinsstörungen, Bradykardie
Herkulesstaude (Riesenbärenklau)
Hund, Geflügel
Hautreizungen, Schleimhautreizungen
Hortensie
Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen
Erbrechen, Durchfall, Kreislaufstörungen
Hyazinthen
Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen
Erbrechen, Durchfall
K
Kahlköpfe
Hund
Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Atemprobleme
Kakao(-produkte)
Hund, Geflügel
Bradykardie, Herzversagen
Kalanchoe
Hund, Katze
Spastische Krämpfe
Kalmia
Hund, Katze, Chinchilla, Meerschweinchen
Nervenschmerzen, Herzstechen
Kirschlorbeer
Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen
Erbrechen, Durchfall
Knollenblätterpilz
Hund, Katze
Leberversagen, Nierenversagen
Kolbenfaden
Hund, Katze, Stubenvögel, Kaninchen, Meerschweinchen
Erbrechen, Durchfall, Blutungen auf den Schleimhäuten, bei Katzen Nierenversagen
Krokus
Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen
Erbrechen, Durchfall, Herzrhythmusstörungen
Kroton
Hund, Kaninchen, Stubenvögel
Erbrechen, Durchfall
Küchenzwiebel
Hund, Katze
Anämie, Zerstörung der roten Blutkörperchen, roter Harn
L
Lilien
Katze
Erbrechen, Apathie, Nierenversagen

M
Maiglöckchen
Hund, Katze, Geflügel
Gleichgewichtsstörungen, Erbrechen, Krämpfet

Märzenbecher (siehe Nazisse)
Mistel
Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen
Erbrechen, Durchfall

N
Narzissen
Hund, Katze, Kaninchen
Erbrechen, Durchfall, Schleimhautreizungen, Atemstillstand

O
Oleander
Hund, Katze, Hamster, Meerschweinchen, Stubenvögel, Geflügel
Erbrechen, Durchfall, Bradykardie, Krämpfe

P
Palmfarn
Hunde, Katzen
Erbrechen, Durchfall, Leberschädigung, Koma
Palmkätzchen
Hund, Katze
Erbrechen, Durchfall, Leberschäden, Nierenschäden, Atemprobleme
Philodendron
Hund, Katze, Kaninchen, Stubenvögel
Hautreizungen, Übelkeit, Nierenversagen
Primeln
Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen, Vögel
Erbrechen, Durchfall
R
Rißpilze und Trichterlinge
Hund
Gleichgewichtsstörungen
Rizinus (siehe Wunderbaum)

Rhododendron
Hund, Katze, Chinchilla, Meerschweinchen
Erbrechen, Durchfall, Übelkeit, Gleichgewichtsstörungen
Rittersporn
Hund, Katze
Krämpfe, Erbrechen, Lähmungen, Bradykardie, verlangsamte Atmung
S

Sagopalme
Hund
Erbrechen, Durchfall, Apathie, Leberschäden, Nierenversagen
Schneeglöckchen
Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen
Durchfall, Erbrechen, Lähmungen, Herzstillstand
Stechapfel
Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen
Durchfall, Erbrechen, Lähmungen, Herzstillstand
T
Thuja
Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen
Erbrechen, Durchfall, Blähungen
Tollkirsche
Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Vögel
Tachykardie, Aggressivität, Atemnot, Atemstillstand, Herzstillstand
Traubenhyazinthen
Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen
Hautreizungen, Erbrechen, Durchfall
Tulpen
Hund, Katze
Durchfall, Erbrechen, Schleimhautreizungen, Atemstillstand
W
Weihnachtsstern
Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen
Hautreizungen, Erbrechen, blutige Durchfälle, Lähmungen
Wunderbaum (Rizinus)
Hund
Erbrechen, Krämpfe, Durchfall, nach 2 Tagen Tod durch Gerinnung des Blutes
Wurmfarn
Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen
Erbrechen, Durchfall, Krämpfe
Y
Yuccapalme
Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen
Schleimhautreizungen
Z
Zimmerkalla
Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen, Stubenvögel
Hautreizungen, Schleimhautreizungen, bei Katzen Nierenversagen



Mittwoch, 7. Juni 2023

Wölfe in Deutschland


Ob bei Waldspaziergängen alleine oder mit Hund, Joggen oder bei Fahrradtouren, sind Wolfsbegegnungen mittlerweile keine Seltenheit. Viele Videos auf Soziale Medien zeigen, dass viele Leute Angst vor den Vierbeinern haben. Aber müssen wir das? In der regel Nein! Wölfe sind eigentlich scheue Tiere, die den Menschen meiden. Wenn Menschen dann doch mal auf einen Wolf treffen, handelt es sich dabei eher um ein Jungtier. Jungtiere sind interessiert und neugierig.

Was sollte ich bei einer Wolfsbegegnung tun?
  • Ruhe bewahren.
  • Abstand halten.
  • Nicht wegrennen.
  • Beobachtet das Tier, aber starrt es nicht an.
  • Lass dem Wolf Raum und Zeit, sich zurückzuziehen.
Wenn der Wolf sich nicht entfernt, geht ihr langsam und ruhig weg. Wenn möglich, schießt ein Foto und meldet die Begegnung der örtlichen Naturschutzbehörde. Diese haben einen Überblick über die Wolfsfamilien in der Region.

Sollte es sich dabei um ein Jungtier handel, das euch nicht von der Seite weichen will, euch vielleicht auch zu nahekommt, ist das meist nicht, weil er euch etwas tun möchte, sondern weil er euch interessant findet.



Wenn ihr euch in dieser Situation unwohl fühlt:
  • Mach euch langsam groß.
  • Seid laut (ruft / klatscht).
  • Schwenkt eure Jacke.
Wie oben schon erwähnt haben Wölfe in der Regel Angst vor uns Menschen und ergreifen die Flucht.




Wölfe und Hunde?


Wölfe sind die Vorfahren unserer heutigen Hunde und die Kommunikation zwischen den beiden Tierarten ist noch immer möglich. Obwohl beide Arten seit vielen Jahrhunderten getrennt leben und unterschiedliche Verhaltensweisen entwickelt haben – etwa durch Domestizierung unserer Haushunde – bleibt eine tief verwurzelte Verbindung zwischen ihnen bestehen. Es ist durchaus möglich, dass Wölfe sich für ihre Artgenossen (Hunde) interessieren, die aus ihrer Sicht »dreist« in ihrem Territorium markieren. In solchen Fällen ist die Nähe des Besitzers der beste Schutz für den Hund. Daher sollten wir uns beim Spazierengehen mit unserem Hund in Wolfsgebieten immer darauf achten, dass unsere Fellnase angeleint beziehungsweise nahe bei uns geführt wird. So kann man vermeiden, dass er von einem Wolf als potenzieller Eindringling betrachtet wird und ungewollte Konfrontation entsteht.



Habt bitte keine Angst vor diesen tollen Tieren!

Nach seiner Ausrottung in Deutschland im Jahr 1904,
ist der Wolf seit 2000 wieder in einzelnen Gebieten ansässig. 
Deswegen ist es für uns neu, mit diesen Tieren zusammenzuleben, viele Menschen sind unsicher und haben eventuell Angst.

Aber vielleicht hilft es euch zu wissen, 2021/2022 insgesamt 161 bestätigte Wolfsfamilien in Deutschland leben und es trotz der vielen Begegnungen, keine dokumentierte Wolfsangriffe auf Menschen gibt.

Die Wahrscheinlichkeit eines Wolfsangriffs auf einen Menschen ist heute so niedrig, dass sie nicht berechnet werden kann (Studie des Norwegischen Instituts für Naturforschung -NINA-)
Diese Studie wurde 18 Jahre später aktualisiert und im April 2021 veröffentlicht, um eine faktenbasierte Diskussion zu potenziellen Gefahren durch Wölfe zu ermöglichen.






Dienstag, 6. Juni 2023

Die Burmakatzen im Portrait

 


Die Burma-Katze ist wie viele andere orientalische Katzenrassen sehr intelligent und freundlich zu Menschen. Die Burmesen sind verspielt und neugierig. Die Samtpfoten lieben es, mit ihren Menschen lange, ausgiebige Gespräche zu führen. Die Burma-Katze ist eine treue Begleiterin für Menschen, die sich eine aktive und wohlgesonnene Samtpfote wünschen. Die orientalische Schönheit ist eine perfekte Familienkatze aufgrund ihres Wunsches nach menschlicher und tierischer Gesellschaft. Die liebevolle Katze ist kinderfreundlich und benötigt ausreichende körperliche und geistige Aktivität. Sie entwickelt eine enge Bindung zu ihren Menschen, wenn sie entsprechend sozialisiert wird.

Merkmale:

Herkunft: Myanmar

Farbe: Seal, Chocolate, Creme, Lilac , Seal-Tortie, Lilac-Tortie, Blau-Tortie                                            und Chocolate-Tortie

  • Größe: klein bis mittelgroß, Länge bis zu 50 Zentimeter
  • Ein Gewicht bei Katzen 4-5 kg, Kater 5-6 kg
  • Durchschnittliche Lebenserwartung: 12-18 Jahre
  • kurzes Fell
  • Augen: grün, bernsteinfarben
  • weit auseinanderliegende Augen und Ohren, Augenlider typisch orientalisch


Charakter:
  • sanft, neugierig, agil, braucht viel Beschäftigung, anhänglich
  • verlangt nach Beschäftigung, verspielt und klettert gerne
  • keine reine Wohnungskatze mit kontrolliertem Auslauf im freien
  • einfache Fellpflege, miaut laut, ist nicht gerne alleine, 2 Tiere

Burmesen sind einfach zu pflegen und bei genügend Beschäftigung sehr freundliche Mitbewohner. Aufgrund ihrer Schnelligkeit wünschen sie sich zahlreiche Versteck- und Klettermöglichkeiten sowie eine große Anzahl an Spielzeug und Kratzmöglichkeiten. Für eine reine Wohnungshaltung sind die energiegeladenen Tiere nur bedingt geeignet. Im Idealfall haben sie einen gesicherten Balkon oder Garten zur Verfügung. Obwohl Burma-Katzen eine enge Bindung zu ihren Menschen aufbauen, ist es nicht ratsam, sie alleine zu halten. Da die Samtpfoten dominant sind, freuen sie sich über einen ruhigen Artgenossen als Partner. Es ist wichtig, einen Katzenfreund zur Seite zu haben, wenn man aufgrund seiner Arbeit längere Zeit alleine bleiben muss.



Pflege:

Burmesen benötigen nicht viel Pflege, da sie alles selbst tun können. Trotzdem freuen sie sich über die Aufmerksamkeit, die sie durch das Bürsten des Fells erhalten. Wie alle Katzen profitieren Burma-Katzen auch von Impfungen, die sie vor Krankheiten schützen, und sie benötigen regelmäßige Parasitenbehandlungen wenn sie auch Ausgang haben und natürlich regelmäßige Besuche beim Tierarzt.


Gesundheit:

Zu starke Inzucht kann zu Immunschwächen, Krankheiten und einer verkürzten Lebenserwartung führen. Diese Rasse hat eine Reihe von Erbkrankheiten, die bei einigen Katzen auftreten können. Das so genannte „Kongenitale Vestibularsyndrom“ tritt bei Burmesen auf. Die Fehlbildung des Gleichgewichtsorgans, das im Innenohr liegt, wird durch diese vererbbare Krankheit verursacht. Die Folgen sind Störungen des Gleichgewichts und Taubheit. Burma- Katzen haben auch häufig Diabetes mellitus. Obwohl Diabetes bei Katzen nicht heilbar ist, gibt es effektive Behandlungsmöglichkeiten.

Wie bei allen Tieren Augen auf beim Katzen kauf. Suche einen qualifizierten Züchter oder am besten im Tierheim, da weiß man was man bekommt.



Fazit:

Bedenke also bei der Entscheidung für eine Burma-Katze, dass du dich über einen sehr langen Zeitraum um sie zu kümmern hast. Die sanfte und liebevolle Samtpfote wird dich dafür mit viel Liebe und Aufmerksamkeit belohnen. Achte vor der Anschaffung eines Kätzchens darauf, dass sie von einem anerkannten Züchter stammt und gut sozialisiert ist. 

Schaue doch einfach mal im Tierheim vorbei, denn auch dort befinden sich Burmesen die bestimmt gerne dein Sofa in beschlag nehmen möchten.


Bitte denkt immer daran, Tiere sind kein Wegwerfartikel!

„Wenn man sich für ein Tier entscheidet, heißt das bis zum letzten Atemzug und nicht bis zum nächsten Urlaub."

Montag, 5. Juni 2023

Der Australian Shepherd im Portrait

 


Der Australian Shepherds, auch als Aussie bezeichnet, ist äußerst intelligent und lernt schnell, aber er erkennt auch die Schwächen und Fehler seiner Besitzer sofort und wird sich diese zu nutzen machen. Außerdem reagiert er schnell und hat als Hütehund eine niedrige Reizschwelle, so kann es schnell zu Missverständnissen kommen. klare Ansagen sind hier dringend gefragt. Als Teil der Erziehung der Aussies ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und Frust auszuhalten, um Problemverhalten zu vermeiden. Der Aussie ist von Natur aus sehr anhänglich und entwickelt eine starke Bindung zu seinem Herrchen oder Frauchen. Aussies sind sehr willensstark und zeigen unerschütterliche Loyalität und Gehorsamkeit.

Merkmale: 

Herkunft: Australien / Nordamerika (man weiß es nicht genau)

Fellfarbe: Schwarz, Rot, Rotmerle, Blaumerle, Merle

  • Größe: Hündin 46–53 cm, Rüde 51–58 cm 
  • Gewicht: Hündinnen: 16-25 kg, Rüde 25–30 kg
  • Durchschnittliche Lebenserwartung:12-15 Jahre
  • Fell: gerade bis gewellt,wetterbeständig und von mittlerer Länge
  • Pflegeaufwand: mittel
  • Bewegungsbedarf: hoch

Charakter:
  • aktiv, anhänglich, intelligent, gutmütig, fürsorglich, sozial
  • Arbeits-,Hüte- und Wachhund, will ausgelasstet sein
  • Familienhund, Kinderfreundlich, kein Anfängerhund
Ein Australier benötigt ein gesundes Maß an Bewegung und Beschäftigung, aber vor allem möchte er immer dabei sein und sich amüsieren. Benötigt aber auch seine Ruhepausen um ein Nickerchen zu halten. Aufgrund seines Wesens ist er jedoch immer aufmerksam und leicht zu aktivieren. Wer einen Hund nur zum Joggen oder Spazierengehen sucht, wird mit ihm sicherlich nicht glücklich sein, genauso wenig wie der Hund mit seinen Halter. Der Austie liebt es, sich zu bewegen und sich mit seinem Besitzer zu beschäftigen. Lange Spaziergänge reichen meist nicht aus. Es sollten mindestens drei Gassirunden pro Tag sein. Beispielsweise kann man eine sehr lange und umfangreiche Runde und zwei etwas kürzere Runden auswählen. Jedoch nur laufen ist nicht, Spiel und Training, lasten den Hund nicht nur körperlich sondern auch geistig aus. 



Die meisten der Aussies lieben Ball und Frisbee-Spiele, und viele mögen Schwimmen. Er ist wegen seiner Vielseitigkeit ideal für eine Vielzahl von Hundesportarten. Es spielt keine Rolle für den Hund, ob er gut darin ist, hauptsache ist es aktiv zu sein, unabhängig davon, ob er Turnierhundesport oder Flyball spielt.

Schaut dazu ruhig mal in meinen Post "Hundesportarten".

Futter:

Der Australian Sheprherd neigt nicht zu Allergien oder Übergewicht Trotzdem spielt eine gesunde Ernährung für Hunde von grosser Bedeutung. Wie bei allen Hunderassen sollte der Australian Shepherd eine Ernährung mit viel Fleisch ( mindestens 70 Prozent) und Gemüse und Obst (20 bis 30 Prozent) haben. Es ist wichtig, auf eine erstklassige Qualität bei der Zubereitung von Trocken- oder Nassfutter zu achten. Die Liste der Zutaten auf der Verpackung gibt Auskunft darüber, ob die Zusammensetzung stimmt und alle wichtigen Nährstoffe im Futter entsprechend enthalten sind. Das Futter sollte frei von übermäßigen Füllstoffen, Süßungsmitteln, künstlichen Geschmacksverstärkern und chemischen Konservierungsstoffen sein. In der Regel weisen diese auf schlechtes Futter hin.



Pflege:

Du hast viele Optionen, um sicherzustellen, dass dein Hund insgesamt gesund und gepflegt ist, einschließlich der Einhaltung einer gesunden Ernährung und regelmäßiger Besuche beim Tierarzt. Pflege das dichtes Fell deines Hundes jeden Tag mit einer Fellbürste. Entferne lose Haare und Schmutz und vermeide Verfilzungen. Außerdem solltest du die Zähne, Pfoten, Krallen, Augen und Ohren deines Vierbeiners ungefähr 1x pro Woche überprüfen. Bei Bedarf mit geeigneten Mitteln ( frage deinen Tierarzt) gereinigt werden. Wenn die Krallen zu lang werden, sollten sie gekürzt werden. Gehe hier vorsichtig mit der Krallenzange um, es verlaungen Nerven und Blutbahnen bis in die Kralle und glaueb mir gerade bei schwarzen Krallen kann es schnell bluten. Also weniger ist mehr. Ich persönlich taste mich Stück für Stück vor. Durch die regelmäßige Pflege deines Hundes kannst du nicht nur sein Aussehen und seine Gesundheit verbessern, sondern auch die Beziehung zwischen dir und deinem Vierbeiner stärken.



Gesundheit:

In den letzten Jahrzehnten wurde die Rasse aufgrund ihrer Popularität intensiv gezüchtet. Leider hat dies dazu geführt, dass bestimmte genetische Erkrankungen jetzt häufiger auftreten. Australian Shepherds haben häufig Gelenkprobleme wie Zahn- und Gebissfehler sowie Hüft- und Ellbogendysplasie ( HD) und Ellbogendysplasie ( ED). Auch Augenprobleme wie Katarakt und PRA ( Progressive Retina Atrophie) werden häufig diskutiert, ebenso wie Epilepsie. Außerdem gibt es bei zahlreichen Vertretern verschiedener Rassen den MDR1-Defekt, welcher zu einer Überempfindlichkeit gegenüber verschiedenen Medikamenten führt. Wenn zwei Merle farbende verpaart werden, leiden die Nachkommen auch häufig an Taubheit und/oder Blindheit. Aus diesem Grund ist es in einigen Ländern illegal, Merle mit Merle zu verpaaren, da dies als Qualzucht betrachtet wird.

Also Augen auf bei Shepherd kauf. Lasst euch die Elterntiere zeigen und wenn es Stammbäume gibt auch diese. Versucht einen ehrlichen Züchter zu finden, der einen Hör- und Augentest bei den Welpen durchführen lassen hat, dazu gibt es Bescheinigungen.


Fazit:

Für mich ist es eine aktive und angenehme Rasse. Kenne einige Leute und die kommen mit der Rasse super klar. Keine aber auch eine Person, die hat sich das einfacher vorgestellt. Sie hat wirklich eine tolle Hündin, diese hat sie leider überhaupt nicht im Griff. Wir waren ein Wochenende zusammen und die Hündin ist 3x ausgebückst und hat versucht freilaufende Hühner auf einen Bauernhof in den Stall zutreiben. Gott sei Dank, war der Bauer entspannt und kein Huhn ist zu Schaden gekommen. Erziehung ist eben alles.

Wenn ihr nun euren Freund fürs Leben gefunden habt, wünsche ich Euch alles Gute und viel Spaß. Vergesst aber bitte nicht auch mal im Tierheim nach kleinen oder großen Schätzen zu suchen, ihr werdet überrascht sein.


Bitte denkt immer daran, Tiere sind kein Wegwerfartikel!

„Wenn man sich für ein Tier entscheidet, heißt das bis zum letzten Atemzug und nicht bis zum nächsten Urlaub."