Freitag, 2. Juni 2023

Was Du schon immer über Hundesportarten Wissen wolltest !


 Hallo, ihr Lieben!

Heute möchte ich euch ein paar tolle Hundesportarten vorstellen. Vielleicht ist ja die eine oder andere was für dich und deinen vierbeinigen Freund.


1. Jeder hat schon mal was von Agility gehört, aber wie geht das?

Agility ist ein Hundesport, bei dem der Hund einen aus mehreren Hindernissen bestehenden Parcours in einer kontinuierlichen Reihenfolge überwindet, um seine Führung, 
Geschicklichkeit und Schnelligkeit zu trainieren,innerhalb einer festgelegten Zeit überwinden muss. Der Führer des Hundes zeigt ihm den Weg durch Körpersprache und Hörzeichen, ohne jedoch Hindernisse oder Hunde anzufassen. 

Es ist ein sportliches Spiel, das die Erziehung fördert. Die Disziplin und Harmonie zwischen dem Hundeführer und dem Hund sind hier das oberste Gebot. In der Basisausstattung eines Parcours sind folgende Geräte enthalten: Der Laufsteg, die Wippe, die Schrägwand, das Slalom, der feste Tunnel, der Stofftunnel, der Reifen und ein Weitsprung sind alle Komponenten. Sie sehen eine Vielzahl von Geräten, die der Hund zunächst kennenlernen muss, bevor er sie sicher anwendet kann. Je nach Aufstellung und Verlauf der Strecke setzt sich der Parcours aus den geschilderten Hindernissen zusammen, die ihm mehr oder weniger einzigartig machen.

Eine weitere Agility-Wettkampfart ist das Jumping, bei dem alle Geräte außer der Schrängwand, dem Laufsteg und der Wippe verwendet werden können, ohne die Kontaktzonengeräte. Es ist sehr einfach, einen Jumping-Parcours zu absolvieren, aber es ist auch möglich, viele Fehler zu machen. 



2. Die Alternative zu Agility ist Degility.

Es gibt zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten und Aufgaben für Degility. Degility bietet eine breite Palette an Kreativität und ist für jeden Hund geeignet, von einfachen Spaßparcours bis hin zu sehr anspruchsvollen Geräteübungen. Es ist möglich, an jeder „Station " eine Vielzahl von Übungen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden durchzuführen. Alle Übungen sind speziell auf die Bedürfnisse des individuellen Hundes angepasst, sodass jeder Hund teilnehmen kann, unabhängig davon, ob er bereits einige Vorkenntnisse hat oder ein vollständiger Neuling ist.

Es gibt keine einheitliche Strategie für Degility. Entweder ist ein flexibler Parcours zu bewältigen, der jedes Mal anders aussehen kann, oder jedes Hund-Halter-Team durchläuft verschiedene Stationen in seinem eigenen Tempo. Daher ist Degility äußerst vielfältig, da der Hund und sein Besitzer bei jedem Training neue Herausforderungen erwarten können. Es existieren jedoch gelegentlich bekannte Komponenten, bei denen man lediglich die Schwierigkeit erhöht. Allerdings ohne jeglichen Druck auf die Leistung. Jeder Hund hat sein eigenes Tempo, und als Hundehalter passen wir uns an dieses Tempo an.




3. Flyball ein Sport für richtige Balljunkies

Wer schon einmal im Fernseher oder live Flyball gesehen hat, wird schnell glauben, dass Flyball der richtige Sport für jeden ballverrückten Hund ist. Es ist jedoch nicht ganz so einfach, den perfekten Flyball-Hund zu finden. Falls ihr Hund eine Ballverrückt ist, wird er mit Sicherheit schnell über die vier Hürden zur Ballwurfmaschine laufen und den Ball fangen, aber der Rückweg wird eher gemächlich sein, da der Hund bereits seine Bestätigung erhalten hat. Wenn der Hund den Ball fängt und der Hundeführer bestätigt, wird er schnell über die Hürden zur Ballwurfmaschine laufen und mit dem Ball im Fang noch schneller über die vier Hürden zu seinem Hundeführer zurücklaufen. 

Jeder Hund, der aktiv ist und gerne mit seinem Frauchen oder Herrchen Spaß hat, wird Flyball lieben. Flyball-Hunde sind auch sozialverträglich. Zwei Hunde einer Mannschaft rennen im Start-/Zieltor, dass etwa 1 Meter breit ist, frontal aufeinander zu und laufen dann knapp aneinander vorbei. Jeder läuft weiter in seine Richtung, ohne den anderen Teamkollegen anzusehen, da das Ziel nicht der Ball des zurückkommenden Hundes ist, sondern die Bestätigung beim Hundefüher. Außerdem gibt es in einem Abstand von etwa 4 m eine zweite Flyballbahn, auf der das gegnerische Team gleichzeitig läuft. Daher ist es für deinen Hund wichtig, nicht nur mit den Hunden des eigenen Teams klarzukommen, sondern auch mit den Hunden der anderen Mannschaft.



4. Dogdance Spaß für Hund und Halter/innen.

Es ist ein Land voller Möglichkeiten! In einer Choreographie, die speziell für uns und unseren Hund konzipiert wurde, gibt es keine Grenzen für unsere Kreativität. Dogdance bietet jedem Hund die Möglichkeit, mit großer Freude mit seinem Menschen zusammenzuarbeiten, egal ob Dackel, Pudel, Terrier, Dobermann oder Neufundländer. Wer an einem Turnier die verschiedenen Teams sieht, über lustige Choreos lacht, bei spannenden Krimis den Atem anhält und zu heißen Rhythmen mitswingt, wird begeistert von diesem Sport.

Die Kreativität im Freestyle ist unbegrenzt; Oft werden Elemente anderer Hundesportarten wie Apportieren, Sprünge, Distanzarbeit mit Slaloms, Drehungen, Rollen und Kriechen kombiniert. Es gibt keine obligatorischen Elemente. In der Choreographie wird versucht, die Besonderheiten jedes Hundes hervorzuheben. Daher gibt es eine erfreulich große Rassevielfalt im Dogdancing, und in internationalen Wettbewerben werden auch gut ausgebildete und hoch motivierte Hunde gezeigt.

In der Funklasse ist es ausdrücklich wünschenswert, den Hund durch Futter oder Spielzeug zu belohnen. Diese Methode wird nicht nur verwendet, um einen unerfahrenen Hund an die Sportart und die Turnieratmosphäre heranzuführen, sondern auch um einen sehr gut geführten Hund im Ring regelmäßig zu motivieren.



5. Frisbee spielen mal anders

Dog Frisbee ist eine gute Wahl für diejenigen, die eine Abwechslung vom Apportieren mit ihrem Hund suchen. Diese Hundesportart besteht darin, dass der Hund die fliegende Frisbee-Scheibe in der Luft fängt. Dieser Hundesport erfordert Schnelligkeit, Ausdauer und Reaktionsfähigkeit. Die Verbindung zwischen dir und deinem vierbeinigen Gefährten wird durch das Zusammenspiel gestärkt. Dog Frisbee ist grundsätzlich für alle Hunde geeignet, die Spaß an der Bewegung haben. Jedoch gibt es einige Ausnahmen. Hunde mit Gelenk- oder Hüftdysplasie, schwere Hunde, kurzschnäuzige Hunde, sowie Welpen.

Du würdest gerne sofort mit deinem Hund auf die Wiese gehen? Bereite dich auf den gemeinsamen Sport vor. Es ist ratsam, zuerst ohne Hund zu beginnen, es sei denn, du hast bereits Erfahrung im Frisbee-Werfen. Zuerst übst du das richtige Werfen. Tipps dazu gibt es im Web. Nur mit den richtigen Würfen kannst du deinem vierbeinigen Sportsfreund die Möglichkeit geben, die Scheibe aus der Luft zu fangen. Es ist wichtig, dass das Training mit Hunden nur mit einer Frisbee-Scheibe durchgeführt wird. Diese sind etwas biegsamer, daher können Hunde gut damit umgehen. Wenn du das Hundefrisbee gut beherrscht, kann es losgehen: Sucht euch eine wunderschöne Wiese aus, auf der ihr möglichst ungestört seid.

Idealerweise hat sie keine Löcher, damit ihr euch nicht versehentlich verletzt. Es ist wichtig, dass dein Vierbeiner das Rückrufkommando sicher auf öffentlichen Flächen ohne Umzäunung ausführen kann. Ein betonierter Innenhof eignet sich nicht. Um die Gelenke nicht zu belasten, sollte der Boden gut federn. Wie bei jedem Hundesport mit viel Körpereinsatz sollte die letzte Mahlzeit deines Vierbeiners mindestens drei Stunden zurückliegen. so wird das Risiko für gefährliche Magendrehungen und Übelkeit verringert.

Du und dein Vierbeiner suchen nach neuen Herausforderungen und lieben das Frisbee-Spielen? Dann können Wettkämpfe interessant für dich sein. Jedoch geht es in diesen Fällen um viel mehr als nur das Apportieren aus der Luft. Es gibt drei verschiedene Disziplinen:

Freestyle

Die Übung ist für koordinativ geschickte Zwei- und Vierbeiner geeignet. Es ist wichtig, innerhalb von zwei Minuten eine so beeindruckende Choreographie zu einem Musikstück zu präsentieren. Die Zahl der erlaubten Frisbees zeigt bereits, dass das Zusammenspiel von Menschen und Hund einiges an Geschick erfordert. Das Team hat die Möglichkeit bis zu sieben Scheiben zu verwenden.

Mini Distance

Es gibt eine begrenzte Spielfläche, auf der es sechzig Sekunden lang möglich ist, zu werfen und zuapportieren! Das Mensch-Hund-Duo erhält Punkte für jede aus der Luft gefangene Frisbee-Scheibe, je nach Wurfweite.

Long Distance

Nur die Weite ist in dieser Disziplin relevant. Es ist gestattet, dass Frisbee dreimal zu werfen. Die Bewertung erfolgt basierend auf der Weite des Wurfs, den der Hund erfolgreich aus der Luft fangen konnte.


6. Königsdisziplin Obedience.

Alles dreht sich um den Gehorsam des Hundes, Die Zusammenarbeit zwischen Hund und Mensch ist von grösster Bedeutung. Da du und dein Hund zusammen den Parcours absolvieren. Du wirst einige Dinge aus der Hundeschule und der Grundausbildung deines Hundes kennen. Die Kommandos „ Bei Fuß „, „ Platz ", „ Sitz „ oder „ Bleib " sind ebenfalls Bestandteile der Unterordnung. Aber das ist bei Obedience bei weitem nicht alles und alles andere als einfach. Der Hund lernt im Obedience-Training zuerst das perfekte Bei-Fuß-Laufen, indem er förmlich am Bein des Hundeführers klebt und aufmerksam zu ihm hochschaut. Was unterscheidet das Hundegehorsamtraining von dem Gehorsamtraining aus Opas Zeiten?

Obedience wird nur durch positive Verstärkung, Belohnungen und Zuwendung gefördert. Eine Dominanz und Unterdrückung des Hundes durch Bestrafung und Zwang ist nicht Teil des Gehorsamstrainings und sollte auch in keiner Hundeschule praktiziert werden. Unerwünschtes Verhalten des Hundes wird ignoriert, während das gewünschte Verhalten verstärkt und belohnt wird. Obedience-Training und Clicker-Training werden gerne kombiniert. Dabei wird jede korrekte Reaktion des Hundes mit einem einzigen Klick markiert und anschließend belohnt. Ziele des Obedience-Trainings und Bewertungskriterien im Turnier sind Genauigkeit in der Aufgabenerfüllung, Aufmerksamkeit und Motivation des Hundes sowie ein perfektes Zusammenspiel zwischen Hund und Hundeführer. Die Aufgaben und Übungen des Obedience-Trainings erfordern keine athletischen oder geschickten Hunde wie bei Agility. 

Im Training erlernt der Hund jedoch langsam eine Vielzahl von Aufgaben, die verschiedene Gehorsamübungen beinhalten. Wie reagiert der Hund auf das Kommando und wie ist die Beziehung zwischen dem Hundeführer und dem Hund? Wie genau beobachtet der Vierbeiner den Hundeführer und wie fließend und geschmeidig folgt er seinen Bewegungen? Daher ist die Teamfähigkeit beider Parteien entscheidend für das Trainingsziel von Obedience. Die Ziele des Obedience-Hundetrainings können nur von einem besonders aufeinander eingespielten Team erreicht werden, das optisch wie eines zusammenarbeitet.

Die Hunde werden nach ihrer Altersgruppe (jung, alt oder mit Handicap) bewertet und in Klassen eingeteilt (Beginner, Obedience 1, 2 oder 3), sodass jeder Hund in der Lage ist, Obedience zu trainieren und sogar an Turnieren teilzunehmen. Jedoch muss dein Hund zwei Bedingungen erfüllen: Er muss mindestens 15 Monate alt und vollständig sozialisiert sein. Es ist nicht erlaubt, anderen Hunden oder Menschen aggressiv gegenüber zu treten, da dies zum Ausschluss aus dem Training oder zur Disqualifizierung im Parcours führen kann. Es ist ratsam, zumindest am Anfang sachkundig geführte Obedience-Trainingsgruppen zu besuchen, da der Obedience-Hundesport viel Disziplin und präzise Aufgabenstellung von dir und deinem Hund erfordert. Dies hilft dir, Fehler beim Training zu vermeiden, die später sehr schwierig zu korrigieren sind. Es sollte dir klar sein, dass es Rassen gibt, die sehr eigenständige Charaktere sind und befehle nur ausführen, wenn sie der Meinung sind das sie Sinn machen. Diese Hunde eignen sich meistens leider garnicht.




So nun hast du einigen Hundesportarten kennengelernt über die man sonst eigentlich weniger nachdenkt oder kennt. Vielleicht ist ja das richtige für dich und deinen Liebling dabei. Es müssen ja nicht immer nur Bällchen werfen und Zerspiele sein, oder?

Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß beim Ausprobieren.



Bitte denkt immer daran, Tiere sind kein Wegwerfartikel!

„Wenn man sich für ein Tier entscheidet, heißt das bis zum letzten Atemzug und nicht bis zum nächsten Urlaub."

Donnerstag, 1. Juni 2023

Der Degus im Portrait

 

Obwohl Degus keine Schmuse und Knuddeltiere sind, ist es immer unterhaltsam, sie beim Buddeln und Herumflitzen zu beobachten. Es ist jedoch von großer Bedeutung, wenn man sich für die Degu-Haltung interessiert. Kein Degu möchte allein leben. Es möchte nicht mit anderen Nagern oder Kaninchen zusammenleben, sondern braucht unbedingt seine Artgenossen! 
In Bezug auf die Planung deiner Degu-Sippe musst du zunächst entscheiden, ob du eine gemischte Gruppe oder eine reine Gruppe von Frauen oder Männern haben möchtest. Zwei Tiere sind das Minimum. Erst ab vier Artgenossen wird es für Degus richtig gemütlich. Es ist ratsam, ein kastriertes Männchen mit mehreren Weibchen in einer gemischten Gruppe zu halten. Möglicherweise möchten Sie einen ausgewachsenen Degu in eine bestehende Gruppe integrieren, aber seien Sie vorsichtig: Tiere, die nicht zur Familie gehören, werden gnadenlos bekämpft. Daher ist es erforderlich, eine Eingewöhnung schrittweise und äußerst vorsichtig durchzuführen. Jungtiere unter sechs Wochen hingegen können normalerweise problemlos in die Sippe aufgenommen werden.



Merkmale:

Herkunft: Chile

Farbe: schwarz/weiß, grau, sandfarben, creme, schoko und genuschelt siehe Bilder

  • Größe: 25 cm- 31 cm
  • Gewicht: 170 g- 300 g
  • Lebenserwartung: 5 - 9 Jahre
  • Würfe pro Jahr: bis zu 4-mal
  • Tragzeit: 90 Tage 3-6 Jungtiere
  • Geeignet sind folgende Kombinationen: ein kastriertes Männchen mit mehreren Weibchen oder reine Weibchen- bzw. reine Männergruppen, nie Einzelhaltung


  • Tagaktiv und bewegungsfreudig, lassen sich gerne streicheln, 
  • aber nicht drücken oder kuscheln
  • werden mit Geduld zahm und kommen dann auf deine Hand
  • bei Bedrohung oder Gefahr können sie zubeißen.
  • nie am Schwanz greifen, der bricht ab und wächst nie wieder nach
Haltung:

Für Ihr Degu-Gehege ist ein ruhiger Ort ohne Zugluft und direkte Sonneneinstrahlung ideal. Bei der Planung des Degu-Heims möchte ich dir anschaulich machen was die tagsüber aktiven Nager in freier Natur gerne tun: Zu ihren natürlichen Verhaltensweisen gehören graben, Tunnelbau, rennen, verstecken und klettern. Dazu empfiehlt sich eine Größe des Geheges für vier gleichgeschlechtliche Tiere bei mindestens 100 Zentimetern Breite, 50 Zentimetern Tiefe und 100 Zentimetern Höhe. Für jedes zusätzliche Degu-Zweier-Team muss die Gehege Grundfläche um die Hälfte erweitert werden. Aber höher ist immer besser – diese Werte sind als absolutes Minimum anzusehen.

Unterschiedliche Ebenen, die den Spaß beim Klettern erhöhen und das Gehege strukturieren. Mit Korkröhren, Papprollen, Hängebrücken, dicken Kletterästen und Seilen, Natursteinen und vielen verschiedenen Verstecken wie Schlafhäuschen, Tontöpfen, Bambusrohren und anderen Unterschlupf machen Sie Ihre Degus glücklich. Da Degus alles annagen, empfiehlt es sich, bei der Einrichtung des Geheges nur Naturmaterialien zu verwenden und vollständig auf Kunstoff zu verzichten. Ein Holzlaufrad unterstützt den Bewegungsdrang der Tiere. Das Laufrad muss einen Durchmesser von 25 bis 50 Zentimetern haben, um eine Verkrümmung des Rückens zu gewährleisten. Da Degus gerne zu zweit auf das Laufrad springt, ist es wichtig, dass die Lauffläche mindestens 8 Zentimeter breit ist. Es ist ebenso wichtig, dass die Lauffläche keine Spalten hat, in denen die Tiere hängen bleiben können, und dass eine Seite vollständig offen ist, damit die Tiere gefahrlos ein- und aussteigen können, während die andere Seite vollständig geschlossen ist. 


Vermeide synthetische Hamsterwatte, die aus Kunststoff hergestellt wird: eine häufige Empfehlung für den Bau von Nesten und Tunneln ist die Verwendung einer Degus-Hamsterwatte aus Kunststoff. Jedoch ist sie tatsächlich äußerst gefährlich. Die Tiere können sich mit gezogenen Fäden die Gliedmaßen abschnüren, und das Material kann im Magen verklumpen, weil es nicht voll verdaulich ist. Dies gilt auch für Stoffabfälle, die nicht in das Degu-Gehege gehören. Benutze einfach Stroh, das lieben Sie zum Ausstatten Ihrer Behausung.

Hausputz:

Degus orientieren sich hauptsächlich über den Geruch. Wenn du ihr Gehege reinigst, musst du immer einen Teil der alten Einstreu mit der neuen mischen, anstatt die gesamte Einstreu zu wechseln. Eine Besonderheit, auf die du unbedingt achten sollten, ist, dass du keinen Degus-Hügel zerstörst. Das höchste Tier baut Hügel, um das Gebiet von oben zu überwachen. Wenn du diesen Hügel beim Putzen unachtsam zerstört, kann dies zu heftigen Konflikten in deiner Degu-Gruppe führen. Tontöpfe im Gehege sind sehr praktisch. Wenn du Glück hast, wird das ranghöchste Tier den umgedrehten Tontopf als Aussichtsplattform nutzen, das hilft dir beim Putzen, also biete es doch einfach mal an.

Reinige täglich die Futternäpfe und Tränken mit sehr heißem Wasser und trockne sie gründlich ab, bevor du sie wieder auffüllst. Es ist ratsam, das Inventar alle zwei bis drei Wochen mit heißem Wasser zu säubern. Darüber hinaus empfiehlt es sich, hier schrittweise vorzugehen, um sicherzustellen, dass nicht alle Geruchszeichen vollständig eliminiert werden. Verwende keine scharfen Haushaltsreiniger, da sie den Tieren und ihrem Geruchssinn schaden. Wenn heißes Wasser nicht ausreicht, kannst du einen neutralen Seifenreiniger verwenden. Oftmals entwickeln die eigentlich reinlichen Tiere auch eine Toilettenecke. Falls dies der Fall ist, solltest du es auch jeden Tag säubern. Täglich die Futterreste aus dem Gehege entfernt werden, du magst ja auch kein altes Essen. 

Spiel uns Spaß:

Degus lieben es, zusammenzuspielen, zu tollen und zu buddeln, damit zeigen sie sich regelmäßig ihre Freundschaft. Es sieht es so aus, als ob sie einander liebevoll den Pelz benagen. Es ist wichtig, dass du bei der Degu-Haltung immer ein Badebad mit einem speziellem Sand für Chinchillas hast. Degus nutzt dieses zur Körperpflege, ähnlich wie ihre Verwandten, die Chinchillas. Jedoch dient es auch als Mittel zur Reduzierung von Konflikten und als Ort für soziale Begegnungen. Du wirst vielleicht oft sehen, wie deine Degus zusammen in die Schale steigen. Zusammen macht vieles mehr Spaß als alleine!


Futter:

Aufgrund der Tatsache, dass Degus in ihrer natürlichen Umgebung aus trockenen Gräsern, Wurzeln, Rinden und Samen lebt, ist es wichtig, dass du eine Ernährung mit vielen Rohfasern befolgst. Als Hauptmahlzeit dienen Heu und Stroh, aber es können auch Kräuter und Gemüse angeboten werden. Verschiedene Hauptfutter erfüllen die grundlegenden Anforderungen der Degus. Obwohl Nüsse und Kerne Teil des Degus-Futters sind und wichtige Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren liefern, enthalten sie auch viel Fett, weshalb Degus zu Übergewicht neigen können. Daher sollten sie rationiert angeboten werden. Eine kleine Nuss oder zwei Kerne am Tag sind ausreichend. Für Degus sind einigen Gemüsearten giftig und, oder verursachen Verdauungsprobleme. Dazu gehören die meisten Kohlarten, Avocados, Bohnen, Kartoffeln, Knoblauch, Lauch, Mohn, Pilze, Rhabarber, Spinat, Tollkirschen und Zwiebeln. Lies dich da am besten richtig ein.

Futterliste: Es sind geeignet:

  • Gras (getrocknet), Kräuter, Gemüse
  • Äste von Blüten (Sämereien in kleinen Mengen)
  • Futterpflanzen für Degus
  • Für Degus ist frisches Grünfutter eine wichtige und gesunde Bereicherung ihres Speiseplans. Es gewährleistet beispielsweise eine angemessene Versorgung mit Vitaminen.
  • Die besten Degus-Futterpflanzen sind Gräser, Wiesen-, Wild- und Gartenkräuter wie:
  • Löwenzahn, Hirtentäschel, Sauerampfer, Ringelblume, Vogelmiere, Zitronenmelisse, Basilikum, Petersilie, Oregano, Wegwarte, Malve
  • Degus können auch Gemüse bekommen.
  • Schwarzwurzeln, Karotten und Gurken
  • Zucchini und Tobinambur

Obst und Trockenobst sollten jedoch vermieden werden. Da es viel Zucker enthält und deine Degus schnell an Diabetes erkranken können.


Gesundheit:

Das können Anzeichen für eine Krankheit sein:

  • apathisches Verhalten, das möglicherweise mit Atemgeräuschen verbunden ist. Speichelfluss Augenveränderungen verkrustete Ohren, laufende Nase Schmerzen, Krämpfe, Veränderungen im Fell oder der Haut Abnahme des Gewichts oder eine anhaltende Zunahme weicher Kot oder Durchfall, verändertes Verhalten beim Fressen Lähmungserscheinungen und Beschränkungen der Bewegung usw.

Alle diese Zeichen sollten einen Alarm auslösen. Obwohl nicht alles auf eine schwerwiegende Erkrankung hinweist, ist es immer noch wichtig zu beachten: Es ist besser, regelmäßig zum Tierarzt zu gehen als unregelmäßig. Wenn du zu lange warten, kann es zu spät sein, da die Tiere wenig Reserven haben und schnell abbauen.

Fazit:

Jetzt kommt deine entscheidung. Solltest du dir diese kleine Racker nach Hause hole  schaue erstmal auf dieseiten deines Tierheims, die haben meistens komplette Degugruppen im Angebot, die schon Handzahm sind.Solltest du doch lieber ganz frisch anfangen dann achte bitte darrauf , das die Tiere die du kaufst zusammenleben und sich schon kennen. Reichte ihre behausung liebevoll mit Naturmaterialien aus und lass sie einziehen und sich Ihres Lebens freuen. Ich wünsche euch viel Spaß mit eurer Degusbande.


Bitte denkt immer daran, Tiere sind kein Wegwerfartikel!

„Wenn man sich für ein Tier entscheidet, heißt das bis zum letzten Atemzug und nicht bis zum nächsten Urlaub."